11. April 2018

Rückenschmerzen ade!

by John Harris Fitness

Viele kennen es, wenige machen etwas dagegen: Rückenschmerzen. Die häufigsten Probleme treten im unteren Rückenbereich und im Nacken-Schulter Bereich auf. Jeder Dritte leidet unter diesen Beschwerden. Dabei sind sie so leicht zu bekämpfen. Wir verraten dir, wie du deine Rückenschmerzen loswirst.

Ursachen

Es gibt einige Ursachen die Rückenschmerzen auslösen, von einem zu viel, vom anderen zu wenig. Die häufigsten Auslöser sind:

    • Zu viel Sitzen

Angefangen beim Frühstück, am Weg zur Arbeit und schließlich am Arbeitsplatz, dann wieder am Weg nach Haus und zuletzt noch vor dem Fernseher: Du sitzt die meiste Zeit des Tages. Die wenigen Schritte, die gemacht werden, dienen meist nur zum Wechsel der Sitzgelegenheit. Sitzen, vor allem am Schreibtisch oder bei langen Autofahrten, stellt eine enorme, einseitige Belastung für die Wirbelsäule dar, genauer gesagt für die Bandscheiben. Außerdem beansprucht das nach vorne lehnen und auf den Computer schauen die Nacken-Schulter Muskulatur.

    • Zu wenig Bewegung

Der Bewegungsapparat, mit seinen vielen Knochen, Muskeln, Sehnen, Bändern und der Wirbelsäule, ist das größte System des menschlichen Körpers. Durch unsere Lebensweise wird dieser zu wenig oder nur für einseitige, monotone Haltungen eingesetzt. Eigentlich bräuchtest du bei sitzender Tätigkeit einen Bewegungsausgleich von mindestens einer Stunde pro Tag.

    • Zu hohe seelische Belastung

Stress und Druck am Arbeitsplatz – das alles kann nicht nur auf die Nerven gehen, deinen Blutdruck in die Höhe treiben, sondern auch die Muskulatur verspannen. Das führt in vielen Fällen zu starken Schmerzen. Zum Beispiel in der Nacken- und Schultermuskulatur, da diese unter Anspannung und Druck hinaufgezogen wird.

Kraft und Dehnung

Zur Vermeidung und Linderung von Rückenschmerzen wird immer wieder Krafttraining als idealster Weg vorgegeben. Eine starke Muskulatur, genauer gesagt ein starker Rücken, hält die Belastung am besten aus. Oft wird auch behauptet, dass eine gut trainierte Schulter- und Nacken-Muskulatur einige Fehlhaltungen am Schreibtisch vorbeugt. Das ist nur zum Teil richtig. Ganz klar müssen Muskeln, die geschwächt sind oder zur Abschwächung neigen, gekräftigt werden. Aber genauso wichtig ist das Dehnen aller Muskeln, die zur Verkürzung neigen. Denn verkürzte Muskeln können auch Rückenschmerzen verursachen. Damit ein richtiger und schmerzfreier Bewegungsablauf möglich ist, muss auf das Zusammenspiel der verschiedenen Muskeln geachtet werden. Das heißt, Krafttraining alleine ist nicht zielführend, um deine Rückenprobleme zu beseitigen. Zusätzlich musst du alle deine verkürzten Muskeln dehnen und lockern. Mit folgenden Übungen ist das möglich:

Stärkung der Muskulatur

– Rudern: Ruderübungen bringen deine Schultern nach hinten und sorgen für eine aufrechte Haltung. Hierbei werden, je nach Position, verschiedene Teile des Rückens trainiert. Die Übungen können entweder am Kabelzug durchgeführt werden oder am Gerät.

– Schulterkreisen: Die perfekte Übung für zwischendurch. Diese kannst du super am Schreibtisch machen, um zwischendurch deine Schultern zu lockern. Dabei sitzt du aufrecht und beginnst mit einer Schulter große Kreise rückwärts zu machen. Danach ist die andere Schulter dran und zum Schluss noch beide Schultern gleichzeitig. Führe das mindestens eine Minute aus. Zweck dieser Übung ist es die Durchblutung der Nacken-Muskulatur zu verbessern.

– Plank: Bei der Unterarmstütze wird der ganze Rumpf beansprucht. Außerdem werden auch tiefliegende Muskeln mittrainiert. Es ist darauf zu achten, dass deine Ellenbogen unter der Schulter sind und dein Bauch angespannt ist. Somit kann dein Kreuz nicht durchhängen.

– Superman: Der untere Rücken wird hier besonders beansprucht. Bei Superman legst du dich auf den Bauch und streckst deine Arme, über den Kopf aus. Dann hebst du deine Arme und Beine gleichzeitig langsam vom Boden. In der obersten Position hältst du die Position kurz, dann legst du Arme und Beine wieder ab.

Dehnen

Dehnen oder Stretching dient vor allem zur Lockerung der angespannten, als auch der verkürzten Muskulatur. Zu Dehnen sind der obere, sowie der untere Bereich des Rückens, der Hintern, die Nacken-Muskulatur, die Schultern und die Brustmuskeln. Vorsicht beim Dehnen, gehe langsam in die Dehnung, halte die Position kurz, wenn du den Zug spürst. Am idealsten wäre eine extra Einheit einzuplanen, bei der du dich nur auf die Lösung der angespannten Stellen konzentrierst.

Kursangebot

Du willst es dir einfacher machen? Besuch einfach einen unserer Rückenkurse, in denen spezielle Übungen zur Linderung und Vorbeugung von Rückenschmerzen gemacht werden. Dabei wird dein Rücken gekräftigt und zusätzlich wird noch ordentlich gedehnt, um alle nötigen Muskeln zu lockern.

Back Health

In dem 60-minütigen Back-Health-Kurs liegt ganz klar der Trainingsschwerpunkt, im Bereich Rücken, Gesäß und Bauch. Hier steht das Training umliegender und tiefliegender Muskelgruppen im Vordergrund. Es wird aber ebenso gestreckt und gedehnt, um mehr Beweglichkeit zu erreichen. Der Kurs ist nicht nur für Personen mit Rückenschmerzen geeignet. Gerade bei der Rücken- und Rumpfmuskulatur solltest du präventiv handeln, um Schmerzen vorzubeugen.

Antara®

Bei diesem Schweizer Konzept werden moderne Erkenntnisse der Bewegungswissenschaft mit Elementen der Atmung, Konzentration und Entspannung verbunden. Dabei werden der Rücken gestärkt und die Körpersilhouette verbessert.

Faszientraining

Das Faszientraining eignet sich als Ausgleich für einen anstrengenden Alltag oder nach einem intensiven Training. Die körpereigenen Faszien kann man sich wie ein Gewebenetz des eigenen Körpers vorstellen. Wenn du diese trainierst, entspannst du das Bindegewebe. Das Faszientraining eignet sich ideal für Sportler, aber auch für Personen, welche oft und lange in derselben Körperhaltung arbeiten und dadurch oft ein verspanntes Gefühl wahrnehmen. Am Anfang ist bei fast jedem das Gefühl da, dass das Faszientraining sehr anstrengend ist. Zum Ende hin bist du aber sehr entspannt und ausgeglichen.