10. Januar 2018

Ernährungsmythen

by John Harris Fitness

Spinat enthält viel Eisen, Fett macht fett, dunkles Brot ist gesünder, als helles Brot: Ernährungsmythen gibt es viele. Einige falsche Ernährungsmythen halten sich noch immer hartnäckig. Im folgenden Beitrag klären wir mancherlei dieser Mythen auf.

1. Abends nichts essen und dann nimmst du ab

Nach 18 Uhr nichts mehr essen und schon wirst du schlank! Klingt hervorragend, kann aber nicht durch wissenschaftliche Studien bewiesen werden. Vielmehr ist die über den Tag aufgenommene Kalorienmenge ausschlaggebend für dein Gewicht. Trotzdem solltest du es mit dem Abendessen nicht übertreiben, da dein Körper nachts weniger Energie braucht.

2. Zitronen enthalten das meiste Vitamin C

Sie sind zwar nicht unbedingt arm an Vitamin C, aber andere Früchte schlagen die Zitrone bei weitem. Hast du gewusst, dass Brokkoli mehr als doppelt so viel Vitamin C pro 100 Gramm enthält? Brokkoli weist 115 Milligramm Ascorbinsäure pro 100 Gramm auf und gleich dahinter folgt die Kiwi mit 71 Milligramm.

3. Dunkles Brot ist gesünder, als helles Brot

Ganz so einfach ist es leider doch nicht! Ob ein Brot gesund ist, hängt vom Vollkornanteil ab. Viele der dunklen Brote werden durch die Zugabe bestimmter Zutaten gefärbt. Du solltest immer einen Blick auf die Zutatenliste werfen. Im vermeintlich gesunden Vollkornbrot steckt meist Weizenmehl und Malzextrakt. Nur Brot mit einen Mindestanteil von 90 Prozent Vollkornmehl oder -schrot darf sich als Vollkornbrot bezeichnen.

4. Spinat enthält viel Eisen

Angeblich handelt es sich hier um einen Komma-Übertragungsfehler, der vor rund 100 Jahren bei der Erstellung einer Nährwerttabelle gemacht wurde. Spinat enthält nämlich nur 3,4 Milligramm Eisen, statt 34 Milligramm.

5. Light Produkte sind gesünder & zum Abnehmen

Entgegen aller Erwartungen machen Light-Produkte nicht unbedingt schlank. Viele Menschen erliegen nämlich der Versuchung, größere Portionen zu essen. Des weiteren enthalten Light-Produkte zwar weniger Fett, dafür aber mehr Zucker.

6. Fett macht fett

Fett alleine macht nicht dick. Es hat aber eine höhere Energiedichte, weshalb du darauf achten solltest, vor allem gesunde Fett zu dir zu nehmen. Olivenöl hat zum Beispiel einen sehr hohen Anteil an gesunden ungesättigten Fettsäuren und einen hohen Sättigungsgrad laut Studien.

7. Ein Glas Rotwein schützt das Herz

Wer hätte nicht gerne eine Entschuldigung für das Gläschen Rotwein am Abend? Bislang ist die Wirkung an Tieren wissenschaftlich bewiesen. Resveratrol, welches aus der Schale von roten Trauben gewonnen wird, ist die Substanz, die verkalkte Arterien vorbeugen soll. Außerdem soll so das Risiko für Herzinfarkte gesenkt werden. Bisher konnte das aber nur am Tier nachgewiesen werden – und nicht am Menschen.

8. Im Kühlschrank hält Obst und Gemüse länger

Bestimmtes Obst und Gemüse hält im Kühlschrank tatsächlich länger, doch dieser Mythos trifft nicht auf alle Lebensmittel zu. Bananen werden im Kühlschrank zum Beispiel schneller braun und sollten somit nicht dort aufbewahrt werden.

9. Kohlenhydrate machen dick

Kohlenhydrate machen nicht unbedingt dick. Es kommt auch hier auf die Qualität und Quantität an. Kurzkettige Kohlenhydrate, zum Beispiel Zucker, gelangen schnell ins Blut – der Blutzuckerspiegel steigt rasch an und provoziert damit die Insulinausschüttung. Hingegen gelangen langkettige Kohlenhydrate, wie Bohnen, nur langsam ins Blut – somit steigt der Blutzuckerspiegel nicht so rasant und es wird weniger Insulin gebraucht.

10. Süßstoff ist besser, als Zucker

Es gibt sie in chemischer und natürlicher Form und eigentlich wären Süßstoffe ein guter Zuckerersatz: sie enthalten kaum Kalorien und machen daher auch nicht dick. In der Wissenschaft sind Süßstoffe umstritten. Ein eindeutiges Ja oder Nein gibt es bei dieser frage nicht. Du solltest auf jeden Fall auf die Menge achten, die du zu dir nimmst.