15. Dezember 2016

Die richtige Technik beim Gewichtheben

by John Harris Fitness
Die richtige Technik beim Gewichtheben

Basics

Kreuzheben, Kniebeugen und Bankdrücken sind die Klassiker unter den Übungen mit der Langhantel. Diese Übungen sollte aus etwa 3-5 Sätzen mit je 10-12 Wiederholungen bestehen. Hier gibt es verschiedene Konzepte, die sich nach deinem aktuellen Trainingszustand richten. Klassisch wird eine bestimmte gleichbleibende Anzahl an Wiederholungen und Sätzen festgelegt. Es gibt aber auch andere Konzepte, wie etwa das Pyramidenprinzip, bei dem du die Wiederholung und das Gewicht in mehreren Sets variierst. Bei der aufsteigenden Pyramide beginnst du mit vielen Wiederholungen und weniger Gewicht und arbeitest dich zu schwereren Gewichten mit weniger Wiederholungen vor. Eine umgekehrte Pyramide ist es, wenn du gleich mit dem schwersten Gewicht und weniger Wiederholungen beginnst. So setzt du den stärksten Reiz zum Muskelaufbau gleich zu Beginn, wenn du noch die meiste Kraft hast. Als Anfänger solltest du allerdings erst einmal bei dem klassischen Konzept beginnen. Wenn du bereits sicher bist, kann dir das Pyramidentraining zum neuen Kick verhelfen.

Aufwärmen

Bevor es an die Hanteln geht, solltest du deinen Körper immer gut aufwärmen und deine Muskeln leicht dehnen. So kannst du Verletzungen vorbeugen. Du kannst z.B. mit einem leichten Cardio Training beginnen. Falsch ist die Annahme, dass hierbei zuviel Kraft verschwendet wird. Du solltest dich zwar nicht voll auspowern, es ist aber sehr wichtig deinen ganzen Körper auf die Gewichte vorzubereiten. Schnell aufwärmen kannst du dich auch am Laufband oder mit Liegestützen und ähnlichen Ganzkörperübungen.
Besonderen Wert solltest du auf die Aktivierung deiner Bauch- und Rückenmuskulatur legen, denn diese ist beim Gewichtheben bedeutend für deine Stabilität.

Das richtige Gewicht bestimmen

Trainiert wird üblicherweise bis zum Muskelversagen. Das bedeutet, dass du keine weiteren korrekten Wiederholungen mehr schaffen kannst. Ob dein Gewicht zu schwer oder zu leicht für dich ist, merkst du ganz einfach. Wenn du weniger, als 6 Wiederholungen schaffst, dann ist das Gewicht für dich noch zu schwer und du solltest es reduzieren bis du mindestens auf 10 Wiederholungen kommst. Wenn du nach 10-12 Wiederholungen noch kein Problem mit weiteren korrekten Ausführungen hast, dann darf es beim nächsten Mal gerne etwas mehr Gewicht sein. Am besten ist es, wenn du dein Training in einem Trainingsbuch festhältst. Darin kannst du Datum, Gewicht, Sätze und Wiederholungen notieren, damit du den Überblick bewarst und dich kontinuierlich steigern kannst.

Anfängerfehler

Übermut: Ein häufiger Anfängerfehler ist die Verwendung von zu schweren Gewichten oder zu schnelle Steigerungen. Du solltest erst die richtige Technik erlernen, damit du deinen Körper nicht falsch belastest. Deine Muskeln werden so langsam an die Beanspruchung gewöhnt. Dein Trainer wird deine Körperhaltung und Positionierung immer wieder verbessern und dir sagen, wenn du bereit für schwerere Gewichte bist.

Alleine Trainieren: Du möchtest keine Zuseher, weil du noch nicht perfekt bist oder fühlst dich unfehlbar? In jedem Fall ist es beim Gewichtheben immer falsch alleine zu trainieren. Du solltest dich immer von einer zweiten Person absichern lassen, die dir im Notfall helfen kann, die Gewichte abzulegen ohne dich zu verletzen.

Profi Trainingsplan für Anfänger: Dein Trainingsplan sollte auf deine Ziele und deinen Trainingszustand abgestimmt sein. Viele Anfänger machen den Fehler, sich an den Trainingsplänen der Profis zu orientieren. Vor allem am Anfang sollten aber große Muskelgruppen häufiger, nicht nur einmal in der Woche, trainiert werden, während du etwa deinen Oberarmen nicht zu viele Übungen auf einmal zumuten solltest.

Kein Zubehör: Beim Gewichtheben solltest du auf atmungsaktive Kleidung und stabilisierende, gut sitzende Schuhe achten. Gute Investitionen sind auch Trainingshandschuhe, Handgelenksbandagen und ein Fitnessgürtel, wenn du schwerere Gewichte hebst. Diese stabilisieren nämlich zusätzlich.