30. Mai 2016

Alles über Nahrungsmittelunverträglichkeiten

by Kiweno

Laktose- und Fruktoseintoleranz sind mittlerweile beinahe jedem ein Begriff und glutenfreie Produkte scheinen hierzulande ein Allheilmittel zu sein. Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind jedoch ein sehr komplexes Thema, über das die wenigsten richtig Bescheid wissen.

Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit kann im Allgemeinen als eine abnormale Reaktion des Organismus auf bestimmte Nahrungsmittelbestandteile verstanden werden. Nahrungsmittel beinhalten verschiedenste Bestandteile, auf die der Körper unverträglich reagieren kann: So etwa auf bestimmte Zuckerarten, wie Laktose, Sorbit oder Fruktose, bestimmte Eiweißbestandteile, wie Kasein oder Gluten, sowie auf Botenstoffe wie Histamin.

Bei Unverträglichkeitsreaktionen gilt es, begrifflich zwischen Intoleranz und Unverträglichkeiten genau zu unterscheiden.

Intoleranzen sind auf einen unzureichenden enzymatischen Verdauungsprozess bzw. eine Malabsorption zurückzuführen. Bei einer Laktoseintoleranz fehlt dem Organismus das Enzym Laktase, welches für die Spaltung von Laktose verantwortlich ist. Bei einer Fruktosemalabsorption fehlt es an dem sogenannten GLUT-5-Transportsystem im Darm und bei einer Histaminintoleranz liegt ein Missverhältnis  zwischen der Histaminkonzentration im Organismus und dessen Abbaukapazität anhand des Enzyms Diaminoxidase vor.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf bestimmte Eiweißbestandteile der Nahrung entsprechen im medizinischen Sinn einer Allergie-Typ-III und sind eine immunologische Reaktion. Dabei werden spezifische Eiweißbestandteile von Nahrungsmitteln, wie etwa Gluten oder Kasein, vom Immunsystem fälschlicherweise als „Gefahr“ eingestuft und das Immunsystem reagiert mit der Ausschüttung von Antikörpern. Diese Form von Nahrungsmittelunverträglichkeit lässt sich auf eine durchlässige Darmschleimhaut (im Englischen: leaky gut) zurückführen, welche durch angemessene Ernährung und eine Darmstabilisierung wieder regeneriert werden kann.

Verschiedene Unverträglichkeitsformen verlangen nach adäquaten Testverfahren. So können Laktoseintoleranz und Fruktosemalabsorption mittels Atemgastest festgestellt werden und Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf Eiweißbestandteile, wie Gluten-, Kasein- oder Hühnereiunverträglichkeiten, mittels einem Bluttests auf spezifische Antikörper. Eine Histaminose, wie die Histaminintoleranz auch genannt werden kann, ist ein sehr komplexes Gebiet, welches über verschiedenste Testverfahren festgestellt werden. Optimal ist hier eine Kombination aus Blut- und Stuhltest.

kiweno ist der Spezialist in Sachen Nahrungsmittelunverträglichkeiten und bietet Testkits für die Durchführung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten von Zuhause an. Jeder Mensch soll seine Gesundheit in die eigene Hand nehmen können und Prävention ist nun mal das beste Mittel für eine gesund Zukunft.